El Calafate liegt am süd-westlichen Rand von Patagonien und eigentlich gibt es hier weit und breit Nichts. Die Landschaft hier ist eine Steppe aus Steinen, trockenem Gras mit vereinzeltem Dornengestrüpp, der Calafatebeere, ohne jeglichen Baum. Auser El Calafate gibt es keine Ansiedlungen, nur 2-3 Straßen sowie einen kleinen Provinzflughafen. Dennoch kommen hier täglich ca. 20 Reisebusse und ca. 10 Flugzeuge radvoll gestopft mit Touristen an.

Diese kleine Stadt ist nur für Touristen – Bettenburgen, Travelagencies, Restaurants und Suvenierläden so weit das Auge reicht. Jeder, der hier arbeitet, scheint von irgendwo anders aus Argentinien zu kommen.

Zusammen mit El Chaltén und Torres del Paine liegt El Calafate am Südende der Anden welches als eines der schönsten Wandergegebiete der Welt gilt – klar das wir da auch hin müssen.
War übrigens garnicht so einfach hier her zu kommen, denn die horent teuren Flüge waren alle auf Tage im vorraus vollständig ausgebucht. Aber die Tickets, die uns die Fluggesellschaften nicht mehr verkaufen wollten, gab es scheinbar exklusiv für ausländische Touristen noch in den internationalen Buchungssystemen zu ergattern.
Und jetzt sitzen wir also hier auf einem hoffnungslos überlaufenen Campingplatz mitten im Zentrum eingezwängt zwischen den Hauptverkehrsstraßen des Ortes auf denen wahre Helden mitten in der Nacht ihre auf Lärm getunten Motorräder stolz präsentieren. Bei unserem ersten Besuch hatten wir noch Glück gehabt und gleich Bustickets für den nächsten Tag bekommen um diesem hübschen Ort zu entfliehen. Außerhalb von der Stadt gibt es nämlich einen herrlich rühig Wanderngebiet – Lago Roca. Aber diesmal müssen wir hier geschlagene 3 Nächte ausharren, da alle 6 oder 7 Busse täglich nach Chile restlos ausgebucht sind. Aber so haben wir wenigstens noch ausreichend Zeit uns über das örtliche Preise zu freuen.
Zum Glück ist es hier genau wie bei anderen touristischen Highlights. Nur ein paar Straßen weit hat man seine Ruhe, in eine Naturschutzgebiet am See mit Patagonienflamingos.