Ein Leben im Kofferraum – die Polizei

So auf reisen mit unserem kleinen mobilen Häuschen bekommen wir abends manchmal Besuch von der Polizei. Leider sind die Jungs sehr unkreativ und so lassen sich alle Besucher einer der folgenden drei Kategorien zuordnen.

1. Die Neugiergen

Eigentlich sind diese gar nicht so Neugierig, denn Sie intressieren sich immer nur für unsere Papiere. Sie wollen immer unsere Reisepässe sehen. Meist würdigen sie diesem heiligen Stück Papier aber dann nur einen flüchtigen Blick und verabschieden sich gleich wieder. Unter den Polizeilichen Plagegeistern sind diese unsere Favoriten, denn Sie sind am schnellsten wieder verschwunden.

2. Die Ordentlichen

Eigentlich sind diese gar nicht so ordentlich. Sie erklären uns immer als erstes, das wir hier unmöglich über Nacht bleiben können. Auf unsere Nachfrage warum wird dann meist nach kurzem Überlegen erklärt, das es sich hierbei um Privatgrund handelt. Nun folgt stets eine mehr oder weniger lange Diskusion darüber wo die öffentliche Straße anfängt und woran man dies erkennen kann. Das Ergebnis ist zumindest immer das Gleiche, außer ein mal in Peru. Wir bleiben wo wir sind und die Polizei zieht unverrichteter Dinge durch unsere paar Brocken Spanisch geschlagen wieder ab.

3. Die Besorgten

Dies Besorgten sind die schwierigsten Fälle. Sie erklären uns immer das es hier super gefährlich ist und das die einzigen sicheren Plätze der Welt entweder direkt vor ihrer Polizeistation oder in einer X-beliebigen Nachbarstadt auserhalb ihrer Zuständigkeit zu finden sind. Hier bedarf es all unsere Überredungskünste um Sie davon zu überzeugen, dass das Heer benachbarter privater Wachleute welches Sie angerufen hat, für uns ein ausreichendes Maß an Sicherheit bietet. Manchmal scheitern unsere Überzeugungskünste jedoch und wir müssen uns auf die Suchen nach den einzig wirklich sicheren Plätzen machen, jenen, die die Polizei nicht besucht.

Unsere Retter, die bolivianische Polizei hilft uns Papazao in der Wildnis anzuschieben – ein Vorteil der Polizeischwemme

Unter den unzähligen Besuchern gab es bisher nur zwei wirklich kreative Begegnungen, welche wir natürlich lobed erwähnen wollen.

Die Ecuadorianische Polizei hat uns in der Neujahrsnacht um halb 2 aufgeweckt um uns zu erklären, das hier mitten im Nirgendwo auf einsamer leerer Straße ein Halteverbotsschild steht und wir deswegen sofort wegfahren müssen.

Deutlich unterhaltsamer war jedoch ein Besuch der kolumbianische Polizei. Die hat sich beim Anblick unseres Autos so sehr erschrocken, dass Sie ihr Auto gleich in den Graben gefahren haben. Die nächsten zehn Minuten haben wir den fleißigen Beamten dabei zugesehn, wie Sie ihr Auto mühselig wieder auf die Straße geschoben haben. Kaum war dies erfolgreich geschafft haben die eifrigen Beschützer sich in 2 Gruppen aufgeteil um sich aus verschieden Richtungen vorsichtig an unser Auto heran zu pirschen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.