Auferstanden aus Ruinen – Isla de la Plata

Von Puerto López sind wir etwa 1 Stunde mit den Boot zur „Silber-Insel“ gefahren. Auf den ersten Blick wirkt die Insel tot – stock-trocken und menschen-leer. Doch unser Guide erklärt uns wenn die Regenzeit kommt verwandelt sich die Insel schlagartig in üppig-grünen Regenwald. In der Vergangenheit gab es sogar eine 15-jährige Trockenperiode, die die letzten Siedler vertrieben hat, die Vegitation hat überlebt. Inzwischen ist die Insel Teil eines Nationalparks.

Ihren Namen verdankt die „Silber-Insel“ ihrem weis-glänzenden Anblick im Sonnenuntergang. Gerüchte erzählen auch über einen vergrabenen Piratenschatz, aber der wahre Schatz der Insel ist seine Tierwelt. Wir sind zum Ende der Trocken- und Brütezeit auf der Insel. Die letzten Blaufußtölpel sitzen noch auf ihren Eiern, während die ersten Jungvögel bereits das Fliegen lernen.

Die Blaufußtölpel sind seltsame Vögel und uns ist schleierhaft wie sie überhaupt überleben können. Wegen ihrer schwachen und verletzlichen Flügel brauchen sie viel Platz zum Starten und Landen. Daher bauen sie ihre Nester auf den kahlen Hügeln der Insel, müssen jedoch ihre Jungen den ganzen Tag über mit den Flügeln vor der glühenden Hitze der Sonne schützen. Auch wenn sie mehere Eier legen überlebt höchstens ein Junges. Sie sind wahre Feinschmecker, denn sie fressen nur 2 Arten Fisch für deren Fang sie über 20km weit hinaus fliegen müssen.

Die blaue Farbe der Füße kommt vom Fisch, den sie essen – je älter der Vögel desto blauer die Füße

Eine Vogelfamile – das Weibchen hat die größeren Pupillen
Ein Junges zum Ende der Mauser, noch ohne blaue Füße
Manche brüten erst jetzt. Die Jungen werden verhungern, denn mit der nahen Regenzeit ziehen die Fischschwärme weg.
Ein verlassenes Junges, von den Eltern aufgegeben
Die Nester von Vögeln, welche in der Paarungszeit dicke knallrote Bäuche bekommen

Nach der Inselwanderung geht es schnorcheln – Teil der Standardtour. Es gibt Schildkröten, Korallen, Seesterne, ein Manta und verschiedene bunte Fische

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