Rückblick -Bolvien eine Reise Wert?

Wir haben es geschafft. Nach gut 3 Monaten in Bolivien sind wir jetzt in Peru angekommen – Zeit für einen Rückblick.

Während wir Chile und Argentinien Naturliebhabern uneingeschränkt empfehlen konnten hinterlässt Bolivien bei uns gemischte Gefühle. Viele Nationalparks in Bolivien können entweder garnicht oder nur mit einer geführten Tour besucht werden. So konnten wir nur wenig der angeblich wunderschönen Flora und Fauna boliviens mit eigenen Augen bestaunen. Was wir besuchen konnten sind die weltberühmten Nationalparks im Hochland mit dem roten See und dem Salzsee. Diese Landschaften sind wirklich beeindruckend, aber mit -15℃ auch so eiskalt, das wir so schnell wie möglich wieder in wärmere Gebiete fliehen wollten. Zudem sind diese Gegenden für die meisten Touristen nur über organisierte Touren zugänglich, womit sie sich in die schier endlose Schlange aus hunderten von Jeeps einreihen, welche tagtäglich in Rekordzeit die Highlights abfahren. Diesem Einheitstourismus zu entkommen ist ohne eigenes Gefährt mit Schlafplatz nahezu unmöglich, denn die wenigen verfügbaren Unterkünfte lassen kaum Spielraum für eine individuelle Tourgestaltung.

Eigenes Gefährt für Extremisten
Die großen Städte in Bolivien sind einfach nur wuselig. Lautes Verkehrschaos und unzählige Märkte auf denen gefühlt alle das gleiche anbieten. Einzig die touristischen alten Kolonialstädte Potosí und Sucre laden mit ihrer Altstadt mit unzähligen Bars, Cafés und Restaurants für Touristen ein wenig zum Verweilen ein.  

Am angenehmsten fanden wir persönlich die Mittelgebirge wie SamaipataCoroico oder Cochabamba – ruhig, grün, wohl temperiert aber eigentlich ohne wirkliches touristisches Highlight. In diese Gruppe reiht sich auch der einzige Ort im Hochland mit angenehmen Temperaturen, der Titicacasee – ganz nett, aber eben nicht wirklich faszinierend. Wer die Zeit und Chance hat, kann auch das Tiefland im Osten mit seinen Jesuittenmissionen besuchen. Für Steineliebhaber sicher ein Highlight, für Andere einfach ganz nett.

Auf jedenfall erwähnenswert ist die wirklich herzliche Gastfreundschaft der Bolivianer, welche ansich jedoch kaum ein Reisegrund darstellen dürfte. Kulinarisch hat Bolivien leider auch wenig zu bieten, denn die Bolivianer essen scheinbar ausschließlich Hähnchen, gekocht oder gegrillt mit Kartoffeln oder Reis als Beilage – Tag für Tag. Nur wer selber kocht findet auf den großen Märkten eine reiche Auswahl frischen Gemüses. Wer jedoch gerne feiert ist in Bolivien bestens aufgehoben. Die Bolivianer lieben feiern über alles und so findet sich eigentlich immer ein Grund um mit bunt geschmückten Kostümen durch die Straßen zu ziehen – meist begleidet von einem Verkehrschaos. Viele der Umzüge sind durchaus sehenswert.

3 Gedanken zu “Rückblick -Bolvien eine Reise Wert?

    1. Es tut gut, dass noch jemand an uns denkt. Aktuell planen wir noch weitere 2,5 Jahre zu reisen, aber wer weiß schon was die Zukunft bringt. Nürnberg ist schön, aber ob wir zurückkommen hängt vermutlich davon ab ob ich und Yating in der Region arbeit finden.

  1. Hallo Andreas, deinen Kommentar habe ich wunschgemäß gelöscht. Es tut gut, dass noch jemand an uns denkt. So flott werden wir jedoch nicht wieder zurück kommen. Ob ich mein Glück noch einmal bei der Schema suche werde ich dann entscheiden wenn wir zurück kommen.

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