Die Realität der Werbung

Das wir durch den Kauf beworbener Waren nicht so glücklich werden wie die Menschen in den Werbespots ist schon so manchem schlauen Kopf aufgefallen. Scheinbar gibt es diskepanzen zwischen der Werbung und der Realität. In Südamerika ist diese Lücke mangels Gesetzen oder Willen diese umzusetzen noch deutlich größer.

Anfangs haben wir uns noch sehr gefreut, wenn wir Schilder mit „Verkaufe Jogurt“, „Biete Obstsalat“ oder Restaurantes mit einer Auswahl vegetarischer Speisen gesehen haben. Inzwischen ist unsere Freude stark gebrämst, denn wir haben gelernt, dass es nur selten die groß beworbenen Produkte auch wirklich zu kaufen gibt. Weshalb in Bolivien und Peru Laden- und Restaurantbesitzer gerne Menschen erzählen „Nein hab ich nicht“ und zuschauen wie diese mit langen Gesichtern das Geschäft verlassen bleibt uns ein Rätsel. Des weiteren werben viele Geschäfte mit einem 24-Stunden rund um die Uhr Service, jedoch meist jene, welche geschlossen sind.

Aber das industrialisierten Ecuador kann das noch besser. So ist die groß mit 100% Natural beworbene Bananen-Sojamilch mit unmengen nicht deklarierter Chemiearomen gepanscht, genau wie der Pfirsichnektar – beide Opfer der Abfalltonne.

Wir haben daraus gelernt, dass es schön ist in Ländern zu leben, in denen Gesetze wenigstens näherungsweise Rückschlüsse von Werbung auf eine mögliche Verbesserung der eigenen Zukunft zulassen.

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